Konzeption für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren

  

1. Eingewöhnung:

Unser Eingewöhnungskonzept richtet sich individuell nach jedem einzelnen Kind. Wir versuchen in den ersten Wochen das Kind langsam, behutsam und Schritt für Schritt von der Bezugsperson zu lösen und streben dabei an, das Kind in der Gruppe gut einzugewöhnen. Unser Eingewöhnungskonzept ist an das Berliner Modell angelehnt. Wir geben dem Kind nur etwas mehr Zeit, wenn es diese benötigt.

Mit der Anwesenheit der Bezugsperson während der ersten Wochen in der Kleinkindgruppe, hat das Kind die Sicherheit, die es braucht um sich auf die neuen Bezugspersonen, die anderen Kinder und die neue Umgebung einlassen zu können.

 

Unsere Ziele der begleiteten Eingewöhnung sind:

  • Kennenlernen von Räumen, Tagesablauf, Regeln und Ritualen.

  • Das Kind darf in seinem Tempo eine tragfähige Beziehung zu seiner Bezugserzieherin entwickeln.

  • Kontaktaufnahme zu anderen Kindern.

  • Nahezu angstfreie Trennung von Kind und Mutter / Vater ermöglichen.

  • Die Trennung so positiv wie möglich gestalten.

 

Bevor das Kind zur Eingewöhnung in die Kindertagesstätte kommt, findet ein Eingewöhnungsgespräch mit der Gruppenleitung der Kleinkindgruppe und der Mutter, die die Eingewöhnung begleitet statt. Hierbei findet ein Austausch über das Kind statt, damit die Erzieherin besser auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen kann. Ebenso wird das ganze Eingewöhnungskonzept erklärt und der „Reiseführer“ für die Krippe mit nach Hause gegeben. Am ersten Eingewöhnungstag wird dieser wieder der Erzieherin überreicht. Im Reiseführer befindet sich neben vielen Fotos eine Wunschliste aus Sicht des Kindes, wie sich die Begleitperson verhalten soll.

Das Eingewöhnungsgespräch sollte möglichst ohne Kind oder Geschwisterkind stattfinden.

Falls ein Kind durch unsere integrierte Krabbelgruppe bereits unsere Gruppe besucht hat, ist der Reiseführer nicht nötig. Zudem gestaltet sich die Eingewöhnung in der Regel auch kürzer.

 

Zu erst gibt es die Kennenlernphase (1.-5. Tag), bei der das Kind zusammen mit der Begleitperson für ca. zwei Stunden (09:00-11:00Uhr) in die Erdmännchengruppe kommt. Der erste Tag sollte hier immer ein Mittwoch sein, wenn dies möglich ist.

Die Bezugsperson verlässt den Gruppenraum nicht. Die Erzieherin drängt sich nicht auf, sondern versucht langsam Kontakt aufzubauen und verhalt sich abwartend und beobachtend. Dem Kind wird Zeit gegeben, sich an alles zu gewöhnen und den Gruppenraum zu entdecken. Die langsame Annäherung steigert sich dabei täglich, bis das Kind immer mehr Vertrauen zur Erzieherin findet. Es darf niemals zu etwas gezwungen oder gedrängt werden.

 

Dann folgt die Trennungsphase (ab dem 6.Tag), diese wird zu Beginn ca. 5-10 Minuten dauern und wird in den nächsten Tagen individuell erweitert.

Wann an jedem Tag die Trennung erfolgt, entscheidet die Bezugserzieherin. Es wird mit den Eltern abgesprochen und mitgeteilt. Die Eltern haben die Möglichkeit, in der Elternecke Platz zu nehmen und z.B. den Geburtstagskalender des Kindes zu gestalten oder den Ordner des Kindes zu gestalten. Dort können die Eltern in schwierigen Phasen schnell von uns erreicht werden. Am wichtigsten ist die gemeinsame Reflexion mit den Eltern. Nur so können wir gemeinsam Erfolge sichern.

Lässt sich das Kind nach der Trennung nicht beruhigen oder ablenken, wird die Bezugsperson nach kurzer Zeit zurück in den Raum geholt und der nächste Trennungsversuch wird erst wieder zwei Tage später wiederholt.

Lässt sich das Kind ablenken und auf uns ein, wird in den Tagen 9 -13 gleich beim Bringen getrennt.

Sobald die Bezugsperson wieder zurück in die Gruppe kommt, verabschiedet sich diese mit Ihrem Kind und geht zusammen mit dem Kind nach Hause. So lernt es, dass es immer wieder abholt wird.

 

Als nächstes erfolgt die Stabilisierungsphase, ab jetzt entscheidet die Erzieherin in

Absprache mit der Bezugsperson, wie lange sich das Kind alleine in der Kindertagesstätte aufhalten kann. Die Erzieher übernimmt die ganze Versorgung des Kindes. Die Bezugsperson muss immer erreichbar sein , falls sie doch noch einmal zurückgeholt werden muss.

 

In der Schlussphase, ist die Eingewöhnung dann abgeschlossen, wenn es das Kind schafft einen Vormittag ohne Bezugsperson in der Gruppe zu verbringen und es den Anschein macht, dass es sich wohlfühlt.

Da wir den Eltern großes Verständnis entgegenbringen und wir wissen, dass die Eingewöhnungsphase nicht nur für das Kind problematisch sein kann, findet im Vorfeld ein intensives Gespräch mit den Eltern statt.

Tägliche Tür- / und Angelgespräche, die einem gegenseitigen Austausch dienen, erleichtern diese Phase.

 

Jedes Kind ist eine eigene Persönlichkeit. Einen gleichen Ablauf der Eingewöhnung für alle Kinder kann es daher nicht geben.

Wir entscheiden immer individuell und geben auf die Bedürfnisse des Kindes acht. Nach bestimmten Kriterien entscheiden wir,

ob eine Trennung zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt besser wäre. Die Eltern sollten in jedem Fall mindestens vier Wochen zur Eingewöhnung einplanen.

 

 

2. Rituale:

Rituale haben eine sehr große Bedeutung im Kindergartenalltag. Gerade die Kleinen orientieren sich am Anfang an bestimmte Situationen im Alltag und werden z. B. sehr durcheinander gebracht, wenn etwas außerplanmäßig angeboten wird (Fotograf im Kindergarten usw.).

Durch diese Kontinuität (Begrüßungs- und Abschiedsrituale, Morgenkreis, Spielkreise u.v.m.) wird die Bindung des Kindes zur Gruppe gefördert und gibt Sicherheit. Wir arbeiten sehr viel mit der Begleitung kleiner Transitionen. Diese begleiten wir mit verschiedenen Liedern oder Handpuppen.

Am Anfang kann es natürlich passieren, dass ein Kind nicht im Kreis, beim gemeinsamen Frühstück sitzen bleiben möchte oder an Spielen nicht teilnimmt.

Viel Geduld, Zeit und Verständnis sind von der Betreuungsperson dabei erforderlich.

 

 

3. Tagesablauf:

07:00 – 09:00 Uhr

Bringzeit, Feispielzeit, Einfinden in die Gruppe

09:00 – 09:30 Uhr

Morgenkreis mit verschiedenen Inhalten (Liedeinführung, Bilderbuchbetrachtung ect.)

09:30 – ca. 10:00 Uhr

Gemeinsames Händewaschen und gemeinsames Frühstücken

10:00 – 10:45 Uhr

Sauberkeitserziehung, Freispielangebote (basteln, kneten, ect.), Freispiel

10:45 - 11:00 Uhr

Gemeinsames Aufräumen und Abschlusskreis mit ggf. kleinem Angebot

11:00 – 12:30 Uhr

 

Spielen im Gang (Bällebad, Fahrzeuge), spielen im Hof

12:00 – 12:30 Uhr

 

 

Abholzeit am Vormittag für die „Regel“ Kinder,

 

Hände waschen und gemeinsames Mittagessen für die „Verlängerten“ und „Ganztagskinder“.

12:30 – 14:30 Uhr

Bettfertig machen, Schlafenszeit, Freispielzeit, gemeinsames Aufräumen, Abschlusskreis

14:00 – 14:30 Uhr

 

14:00 – 15:00 Uhr

Abholzeit am Nachmittag Mo – Do

 

Abholzeit am Freitag

14:30 – 15:00 Uhr

Freispielzeit, Einzelförderung

15:00 – 15:30 Uhr

Gemeinsames Essen

15:30 – 16:00 Uhr

Gemeinsames Aufräumen, Abschlusskreis

16:00 – 16:30 Uhr

Abholzeit der „Ganztagskinder“ (Mo-Do)

Hof, Gang mit Bällebad und Fahrzeugen

 

 

Wie auch in der Regelgruppe der Einrichtung hat die Kleinkindgruppe ebenfalls Montag bis Freitag von 7:00 Uhr bis 16:30 Uhr durchgehend geöffnet.

Bringzeit ist zwischen 07:00 Uhr und 09:00 Uhr in der jedes Kind von einer Bezugsperson in der Gruppe abgegeben wird.

Die erste Abholzeit ist von 12:00 Uhr – 12:30 Uhr.

Abholzeit am Nachmittag für die Verlängerten Kinder von 14:00 Uhr – 14:30 Uhr.

Abholzeit für die Ganztagskinder ist von 16:00Uhr – 16:30Uhr.

 

Zusätzliche Angebote:

Montag: von 09:00 – 11:00 Uhr findet die integrierte Krabbelgruppe statt*

Dienstag: Turnzwerge (Bewegungserziehung)

Mittwoch: Müslifrühstück mit Obst und Gemüse, „Lecker-schmecker-Land“ (backen / kochen)

Donnerstag: Abenteuerkinderwelt für unsere Kinder ab 2 Jahren

Freitag: „Insel – Fühl – mich – gut“ (Phantasiereisen, Massagen uvm.)

 

* Die Eltern und deren Kinder haben die Möglichkeit Kontakt zu gleichaltrigen Kindern aufzunehmen und sich auszutauschen. Bei Fragen können sich die Eltern an das Personal wenden. Die soziale Kompetenz wird bei den Kindern gefördert, indem sie in Kontakt mit anderen Kindern kommen. Zudem tun sich diese Kinder leichter, wenn sie später dann in die Kindertagesstätte aufgenommen werden. Die Erzieherinnen sind Ihnen bekannt, sowie auch einzelne Kinder, die Räumlichkeiten und die Regeln der Gruppe. Auch die Eltern kennen möglicherweise schon andere Eltern.

 

Am ersten Dienstag im Monat gehen wir schon früher nach draußen und machen einen Spaziergang. (je nach Wetterlage).

Am letzten Freitag im Monat findet unser gesundes Frühstück statt, bei dem jedes Kind etwas Gesundes mitbringen darf. Hierzu hängt eine Liste zum eintragen aus.

 

 

4. Bildungs- und Entwicklungsbegleitung

Es ist für uns von großer Bedeutung, dass Sie und Ihr Kind sich in unserer Einrichtung wohlfühlen und ihr Kind sich entfalten kann. Dafür geben wir einen schützenden Rahmen, sowie die nötige Zuwendung.

Diese positive Beziehung ist entscheidend für die spätere Entwicklung Ihres Kindes. Durch die Stabilität und Sicherheit wird es neue Lebensräume mit Freude erkunden und wird mit der Zeit immer selbstständiger.

Freundschaften untereinander entstehen und das „Wir – Gefühl“ der Gruppe wird gefördert.

Es ist besonders bei den Kleineren so, dass man nicht immer wie geplant ein Programm durchzieht, sondern ganz auf die Bedürfnisse der Kinder reagiert und nach ihrem Interesse handelt.

Die frühkindliche Erziehung findet in erster Linie durch das Spiel des Kindes statt. Geeignetes und pädagogisch wertvolles Spielmaterial und die Begleitung durch die Fachkräfte stellen den pädagogischen Rahmen sicher.

Die Kinder werden so von uns unterstützt und bei der Erkundung und Erforschung ihres Umfeldes bestärkt. Schwerpunkte liegen dabei im Bereich der Sinneserfahrung, der motorischen Fähigkeiten (großer Bewegungsdrang der Kinder!).

Auch der Schwerpunkt Sprach- und Sauberkeitserziehung wird mit den Kindern geübt.

Für jedes Kind wird ein individuelles Entwicklungsprofil erstellt um somit die Entwicklung und die Entwicklungsfortschritte zu dokumentieren.

Dieses Entwicklungsprofil kann Grundlage für ein Elterngespräch sein.

Wir legen Wert auf mindestens ein Elterngespräch im Jahr, damit die Eltern und auch wir Informationen zum Kind erhalten. Im Elterngespräch kann man wichtige Dinge ausführlich besprechen und offene Fragen klären. Beim Gruppenwechsel findet zusätzlich noch ein Abschlussgespräch statt.

Solche Gespräche sind wichtig, um auf das Kind speziell einzugehen.

Bei ‚‚Problemen’’ versuchen wir eine Lösung zu finden, die alle zufrieden stellen kann. Jedes Kind bringt anfangs eine Mappe mit Glassichthüllen mit, welche mit dem Kind gemeinsam gefüllt werden. (Eingewöhnung, Geburtstage, Sinneserfahrungen, Lernwörter, verschiedene Entwicklungsschritte, Verabschiedungsrituale uvm.)

Diese Mappe dient ebenfalls der Dokumentation, ist angelehnt an die Portfolioarbeit und ist gleichzeitig das Abschiedsgeschenk für die Kinder / Eltern.

 

 

5. Sozialerziehung:

Wenn Ihr Kind sich bei uns wohlfühlt und die Beziehung zu uns gefestigt ist, wird unser nächstes Ziel sein, möglichst früh den Kontakt zu anderen Kindern herzustellen. Ihr Kind soll ermutigt werden, mit Einzelnen aus der Gruppe eine Bindung aufzubauen. Wird es dabei Erfolg haben, wird es mit der Zeit zu immer mehr Kindern aus der Gruppe Kontakte herstellen und findet dann auch seinen Platz innerhalb der Gemeinschaft. Es ist wichtig dabei, dass wir Ihr Kind sprachlich begleiten und ihm als gutes Vorbild dienen, da Kinder selbst oftmals nicht in der Lage sind ihre Wünsche und Vorstellungen auszudrücken. Wie man mit Konflikten und Wünschen umgeht, sehen die Kinder an uns und nehmen sich ein Beispiel. So lernen die Kinder auch diesen Umgang.

 

 

6. Bewegungserziehung:

Die Kinder brauchen kindgerechte Räume, die zum aktiven Handeln einladen.

Dabei können sie ihre motorischen Fähigkeiten nach und nach erweitern. Durch eine positive Verstärkung durch das Betreuungspersonal werden sie mit der Zeit immer mutiger und probieren aus, was sie schon alles können. Wir bieten Ihren Kindern helle, großzügige Räume, mit verschiedenen Kletter- und Krabbelmöglichkeiten (Stühle, Tische, Wipptier, Kriechtunnel, Hüpfpferde, Fahrzeuge etc.).

Natürlich bietet unser Außengelände den Kindern vielfältige Möglichkeiten ihrem Bewegungsdrang nachzukommen.

Einmal in der Woche gibt es auch einen festen Turntag, bei dem die Kleineren Sicherheit beim Klettern, Springen, Hüpfen und Laufen bekommen sollen. Durch verschiedene Kleingeräte, Weichbodenmatte und Bewegungsbaustellen lassen sich motorische Grundfähigkeiten weiterentwickeln und Ihr Kind lernt sich immer besser kennen.

 

 

7. Sinneswahrnehmung

Durch altersgemäßes Spielmaterial und spezielle Angebote möchten wir Ihr Kind dazu animieren, seine Sinne auszuprobieren und so seine Umwelt besser kennen zu lernen. Es setzt sich so mit dem Alltag und anderen Personen auseinander. Erfährt es Freude bei seinem Tun, wird es immer selbstbewusster und das eigene Selbstwertgefühl steigt. Die Erzieherin achtet dabei darauf, dass sich viele Bewegungsabläufe wiederholen und die Kinder durch Experimentieren und Beobachten ihre gemachten Erfahrungen festigen können.

 

 

8. Sauberkeitserziehung

Erfahrungsgemäß interessieren sich Kinder, die mit Windeln zu uns kommen sehr schnell für die Kindertoiletten. Da die Kinder sehen, dass alle Kinder darauf gehen und selbst auch schon ein paar aus der Gruppe sich ab und zu auf die Toilette setzten, wollen sie dies auch meist probieren.

Außerdem ist die Toilette viel kleiner als zu Hause und die Kinder merken schnell, dass sie sich ohne größere Anstrengungen darauf setzten können.

Wichtig ist es dabei, dass kein Druck ausgeübt wird!

In der Regel beginnen wir nach der Eingewöhnungszeit damit, die Kinder beim Windelwechseln auf die Toilette zu setzen (je nach Alter!). Wenn die Windel dann über einen längeren Zeitraum trocken bleibt, lassen wir sie im Kindergartenalltag weg und erinnern das Kind an den Toilettengang.

Es ist wichtig, mit den Eltern regelmäßig Rücksprache zu halten, denn Zuhause sollte dies weitergeführt werden.

Wir können die Verantwortung nicht dafür übernehmen, dass ein Kind innerhalb eines bestimmten Zeitraumes sauber ist. Natürlich ist es Sache der Eltern ob sie wollen, dass wir mit dem Toilettentraining anfangen oder nicht.

Es muss Hand in Hand gehen mit den Eltern, damit das Training erfolge bringt.

Wir geben den Kindern die Zeit die sie brauchen um sich von der Windel zu lösen und Gefallen am Toilettengang zu finden.

In der Kleinkindgruppe sind in der Regel eine Erzieherin und eine Kinderpflegerin tätig.

 

 

9. Sprachförderung:

Sprachliche Begleitungen von alltäglichen Handlungen im Tagesablauf unserer Gruppe, fordern Ihr Kind auf, sich mitteilen zu wollen (alle Abläufe werden sprachlich unterstützt, einfache Bilderbücher werden angeschaut, wir machen Kniereiterspiele, Singen etc.) Wir bieten Ihrem Kind immer wieder Anreize, sich neue Wörter und Sätze anzueignen. Nicht nur die Erzieherin, sondern auch die anderen Kinder aus der Gruppe wecken die Freude am „Miteinander sprechen und sich mitteilen können“. Das Betreuungspersonal nimmt sich ausreichend Zeit, Ihr Kind zu verstehen und beim Erzählen und Zuhören zu unterstützen.

 

 

10. Der Übergang in die Regelgruppe:

Damit Ihr Kind auch das andere Betreuungspersonal und die Kinder der Regelgruppe kennen lernt, ist ein regelmäßiger Kontakt von großer Bedeutung.

Dies kann durch kurze Besuche, gemeinsame Feste oder gruppenübergreifende Angebote gewährleistet werden. Kurz vor dem 3. Geburtstag Ihres Kindes werden wir die selbstständige und eigenverantwortliche Anwesenheit in der Regelgruppe verstärken (z. B. 30 – 45 Minuten), indem wir es in die Regelgruppe begleiten und dort der Erzieherin übergeben. Es kann dort spielen, essen und seinen Bedürfnissen nachgehen und kommt somit in Kontakt mit den anderen Kindern, dem Personal und lernt die Räumlichkeiten und die Regeln der Gruppe kennen.

Es hat jederzeit die Möglichkeit wieder in die Kleinkindgruppe zu gehen.

Es ist wichtig, dass ein langsamer Übergang stattfindet! Die Neugierde des Kindes auf die Regelgruppe muss unterstützt und das Kind soll ermutigt werden, seinen bisher bekannten Bereich zu verlassen!

Wichtige Informationen (Essgewohnheiten, bevorzugtes Spielmaterial, Allergien) übergeben wir dem Personal, damit sie sich gleich besser auf das Kind einstellen können. Da jeden Donnerstag die Erzieherin aus der Gruppe, zu der das Kind wechselt Abenteuerkinderwelt hält, kennt das Kind diese Person bereits gut.

Für die neue Gruppe gibt es ebenfalls einen „Reiseführer“, den wir mit den Kindern im Morgenkreis oder in der Freispielzeit gemeinsam betrachten.

Am letzten Tag in der Kleinkindgruppe feiern wir mit dem Kind, dass in die andere Gruppe wechselt eine kleine Abschiedsfeier. Die Eltern können Kuchen oder ähnliches mitschicken. Das Kind bekommt ein Abschiedsgeschenk, wir singen ein Abschiedslied und die Kinder schicken gute Wünsche mit.

Anschließend begleitet die Bezugserzieherin das Kind, wir suchen gemeinsam den neuen Platz an der Garderobe und übergeben das Kind.

 

 

11. Elternarbeit

Sie sind uns willkommen und wir freuen uns auf Sie!“

Eltern sind unsere direkten Ansprechpartner, wenn es darum geht, die bestmöglichsten Entwicklungsbedingungen für das Kind zu schaffen.

Wir legen Wert auf:

Entwicklung einer positiven Vertrauensbasis

regelmäßigem Informationsaustausch zwischen Eltern und Erzieherin

Mitarbeit und Mitbestimmung der Eltern im Alltag

regelmäßige Elternnachmittage / - abende

gemeinsame Feste

Möglichkeit an einer Elternumfrage teilzunehmen

 

Sie sind der „Chef“ für Ihr Kind und sie wissen am Besten, was für Ihr Kind gerade das Richtige ist!

 

 

12. Was uns am Herzen liegt

Dieses pädagogische Konzept basiert auf unseren Erfahrungswerte in der jahrelangen Arbeit mit Kindern und auf Fortbildungen, die wir regelmäßig besuchen. Zwischen den Gedanken die wir uns machen und für Sie schriftlich fixieren und der alltäglichen Arbeit mit ihren Kindern liegen manchmal Welten.

Jedes Kind hat eine eigene Persönlichkeit, die man achten muss.

Die individuellen Interessen, Stärken und Fähigkeiten sind je nach Alter sehr verschieden und manchmal bedarf es geänderte Regeln und Strukturen, um den Kindern gerecht zu werden. Nicht wir bestimmen alles für das Kind sondern die Einrichtung und die Gruppe muss für das Kind da sein und so für das Kind ausgelegt werden, dass es sich wohlfühlt.

Wir möchten gemeinsam mit Ihnen für ihr Kind das Bestmöglichste erreichen und in regelmäßigen Gesprächen mit den Eltern und in der Teamreflexion kann es gut möglich sein, das wir immer wieder Änderungen in der Konzeption vornehmen werden. Bitte haben Sie dafür Verständnis und sprechen Sie uns an, wenn Sie Ratschläge, Ideen, Wünsche oder Anregungen für uns haben.

 

Eine chinesische Weisheit besagt:

Was du mir sagst, vergesse ich. Wenn du es mir zeigst, so kann ich es mir merken.

Lässt du mich mitmachen, dann behalte ich es für immer.

 

 

 

Stand April 2020 für ab September 2020